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  • AutorenbildKatharina | Food Style Affairs

Chicorée Gyoza mit Rosenkohl und SonnenblumenHack

Sting besingt den English man in New York, hier stecken zwei Belgier in Japan fest. Genauer, in Halbmondförmige Teigtaschen die der Nipponianer „Gyoza“ nennt.


Die belgisch-japanische Beziehung ist bis und seit 1866 ein wenig kompliziert (zumindest habe ich nur 1% von dem ganzen Kram verstanden und bin nach drei Sätzen ausgestiegen) und das Einzige, was hängen geblieben ist, war „der politische und kulturelle Austausch hinkt der rapiden wirtschaftlichen Entwicklung hinterher…“. Nun verehrtes Japan-Belgien-Verständigungsamt, da gibt es gute Neuigkeiten, das lässt sich mit dem heutigen Tag munter ändern. Liebe geht bekanntlich durch den Magen und die ca 6.000 in Belgien lebenden Japaner können sich ab sofort mit Chicorée-Rosenkohl Dumplings in die flämmenden Herzen der Belgier kochen (natürlich gilt das auch für die Handvoll Belgier, die in Japan leben, wie viele das genau sind ist allerdings nicht bekannt).

Übrigens findet dieses japanische Teiggericht seinen Ursprung in China (heißen da Jiǎozi) und sind entweder dem Arzt Bian Que oder einem Kaiser namens Su Qiaosheng zu verdanken. Ähnlich wie beim Chicorée gibt es auch da zwei Versionen der Entstehungsgeschichte und lassen somit ganz klar den kulinarischen Sympathiewert für die Völkerverständigung sofort vulkanartig in die Höhe schießen. In der Volkrepublik sind die asiatischen Teig-Täschchen ein traditionelles Gericht zum Neujahresfest, das im familiären Kreis auch mal fröhliche 15 Tage dauern kann (diese Feierlichkeiten jetzt näher zu erläutern wäre auch ein bisschen kompliziert).


Ob die Japaner wiederum auch so eine Silvester extend version haben, weiß ich nicht. Allerdings kann ich bestätigen, dass diese kleinen gefüllten Dinger echt satt machen und im Gegensatz zum komplizierten deutsch-japanischen Beziehungsstatus oder langatmigen traditionellen Familienfeiern in China völlig einfach herzustellen sind. Danach ist man einfach nur: Happy, New & Yeah!


Zutaten & Zubereitung: (für 2 Personen – ca 20 Stk) Gyoza Teig - 150g Dinkelmehl (ich habe 650 genommen) - ¼ TL Salz - 80ml heißes Wasser Mehl und Salz in einer Schüssel mischen und das Wasser unter Rühren hinzugeben. Die Mischung ca. 3-5 Minuten mit den Händen gut durchkneten, bis es ein glatt-weicher Teig ist. Den Teig zu einer Kugel formen und für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Gyoza Füllung: - kleine Zwiebel - 100g Chicorée - 100g Rosenkohl - 20-30g Sonnenblumen“Hack“ (ich nehme immer das von „Sunflower Family“ – Werbung ohne Auftrag) - 2 EL Sojasauce - Salz & Pfeffer - Sesamöl - „Schwupp“ Wasser - Sesam - ca 50ml Wasser zum Dämpfen Beim Rosenkohl den Strunk abschneiden, braune Blätter entfernen, jeweils halbieren und in sehr feine Streifen schneiden. Das gleiche Prozedere mit dem Chicorée. Zwiebel schälen, kleinschneiden und in der Pfanne mit dem Sesamöl erhitzen. Rosenkohl dazugeben und mit Andünsten nach wenigen Minuten den Chicorée hinzumischen. Das SonnenblumenHack unterrühren und die Mischung mit 2 EL Sojasauce (bei Bedarf einen Schwupp Wasser damit das SonnenblumenHack weicher wird) sowie Salz und Pfeffer abschmecken. Gyoza Zubereiten: Den Teig Ausrollen (ich habe ihn in zwei geteilt, das macht es einfacher) und auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche etwa 2 mm dünn ausrollen. Mit einer Ausstechform oder Glas (ca. 8cm Durchmesser) Kreise ausstechen. Auf jeden Kreis 1TL von der Füllung platzieren. Die Ränder befeuchten, den Teigkreis in der Mitte falten und die eine Hälfte über die andere Hälfte mit der Füllung legen (das Halbkreise entstehen). Für die perfekte Falttechnik von Gyoza/Dumplings ist das Netz voll mit großartigen Videos und ich habe mich für die Version mit den Falten entschieden (siehe Bilder unten). Egal welche Variante, die Teigtaschen sollten gut verschlossen sein (sonst fällt beim Dämpfen später alles raus). Die fertig gefalteten Chicorée Gyoza auf ein Backpapier legen (sonst kleben alle zusammen). Sesam Öl in einer Pfanne erhitzen (nicht zu heiß) und die Gyoza 2-3 Minuten auf einer Seite (die Falten nach oben!) schön goldbraun anbraten und bitte nicht wenden (Gyoza werden traditionell nur von unten angebraten und die obere Seite bleibt hell). Dann ca 50ml Wasser eingießen, Pfanne mit einem Deckel abdecken und die Gyoza ca 7-8 Minuten lang dämpfen (bis das Wasser verdampft ist). Gyoza auf einem Teller anrichten, mit Sesam und/oder Frühlingszwiebeln garnieren und mit einem Dipping (Sojasauce, Sriracha etc) nach Herzenswahl servieren. Guten Appetit!


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