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  • AutorenbildKatharina | Food Style Affairs

American Cheesecake oder einfach Käsekuchen (ohne Ei)


Rezept American Cheesecake Käsekuchen ohne Ei Food Style Affairs

Hätte ich gewusst, wie einfach es ist einen Käsekuchen zu backen, wäre ich vor 20 Jahren fett in se big Cheese-Cake Factory Business eingestiegen. Hätte ich gewusst, was das für ein Käse ist den zu fotografieren hätte ich es sofort wieder gelassen. Also nennen wir das simple Arrangement doch einfach ganz aufregend: The 50 shades of beige.


Oder anders formuliert, so gähnend langweilig, wie der Kuchen aussieht so atemberaubend kurzweilig ist er im Geschmack (wobei Gähnen genau genommen, zumindest aus anatomischer Sicht, auch eine Form von atemberaubend ist, denn das Gehirn meldet zu wenig Sauerstoff und durch das Gähnen kommt dann wieder frischer Wind ins Gewinde – aber ich verliere mich gerade in neurologische Gefilde (die meiner Meinung nach fast noch spannender sind als Käsekuchen)) im Sinne von: „Happs. Oops. Weg ist er. Huch. Oh.“ So ähnlich verlief zumindest mein innerer Dialog, als ich das debütantische cheesy Baby (Backform ca 22cm – also wirklich klein!) verputzt habe. Und nun bin ich wieder ein bisschen schwerer (selbstredend an Wissen!) und schlauer (zumindest was so einen Quark angeht). Jetzt weiß ich nämlich, was ein Keksboden ist (was wohl ein Bodenverleger sagt, wenn man sowas für sein Schlafzimmer in Auftrag gibt) und das in einem Käsekuchen gar kein richtiger Käse drin ist (da drängt sich mir natürlich sofort die Frage auf, was macht ein Käser, wenn man bei ihm so ein benanntes Backwerk bestellt). So viele Fragen.


Während ich mir so Stück für Stück mein cremiges Eigenwerk auf der Zunge zergehen ließ, sind mir die letzten aufregenden Wochen vor meinem inneren Auge vorbeigeflogen. Achterbahn pur. Kein Wunder das ich da so viel Kuchen aka Nervennahrung (also quasi Medizin!) verputzt habe. Erst das Koch-Musikfestival #ichkochedeinensong dicht gefolgt von der Nominierung inkl Preisverleihung von den Goldenen Bloggern.


Einige haben gefragt, ob ich enttäuscht bin das ich nicht den Goldenen Blogger in der Kategorie Food gewonnen habe. No way! Die Nominierung, euer Mitfiebern, die vielen lieben Nachrichten und das Daumendrücken von Euch ist für mich der größte (Zu-)Gewinn überhaupt! Und jetzt, Käsekuchen (ohne Ei) für alle!


Zutaten & Zubereitung (für 26er Kuchenform oder wie ich in dem Fall 1x 20er und 1x 12er)

Für den Keksboden

- 150g Butterkekse

- ca 55g Butter

Für die Käsefüllung:

- 3 EL Zironensaft

- ½ TL geriebene Zitronenschale

- 250g Quark (Vollfett)

- 3x 175g Frischkäse

- 80g Rohrohrzucker

- 2 gehäufte EL Mehl (ca. 50g - ich habe 630 Dinkelmehl genommen)

- 1 TL Bourbon Vanille

- Prise Salz

Die Butterkekse zerbröseln und mit der Küchenmaschine oder Mixer zu einem feinem Keks-Brösel-Mehl zermahlen. Die Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen lassen, vom Herd nehmen und dass „Keks-Mehl“ unterrühren und mit den Händen oder einem Handrührgerät (Knethacken) krümelig durchkneten.


Den Ofen auf ca 180 Grad Ober-/Unterhitze (Umluft: 160) vorhei¬zen.

Eine Springform mit Backpapier auslegen und den Keks-Butter-Mischung darin gleichmäßig verteilen, leicht andrücken und für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.


Bis auf das Mehl die übrigen Zutaten miteinander vermischen und mit einem Schneebesen oder Handrührgerät zu einer glatten Creme verrühren.


Das Mehl mit einem feinen Sieb über die Creme geben und gut unterrühren.


Die Käsemasse auf dem Keksboden verteilen und glatt streichen. Den Kuchen im vorheizen Backofen auf mittlerer Schiene ca 45 Minuten goldgelb backen (die Zeit kann je nach Backofen variieren). Sobald der Kuchen die gewünschte Farbe hat, den Backofen ausschalten und den Kuchen noch einige Minuten bei geöffneter Ofentüre im Backofen stehen lassen (dann fällt er nicht so in sich zusammen).


Kuchen aus dem Backofen nehmen und in der Form vollständig auskühlen lassen. Danach mindestens weitere 2h im Kühlschrank durchkühlen lassen. Den Käsekuchen vorsichtig mit einem Messer vom Formrand lösen, in Stücke schneiden und genießen.


Guten Appetit!



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